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Rabbiner Brandt Verein



Rabbiner Henry Brandt -
Brücken bauen für interreligiöse Verständigung e.V.

 


Mit dem Rabbi die Tora lesen

Mit Dr. Tanya Smolianitski,
Vorsitzende des Rabbiner-Brandt-Vereins

18. März 2026

Lehrhaus im Annahof - 18.00 bis 19.30 Uhr
Augsburg


Wajjikra „Und es rief“: Mit diesen Worten beginnt das 3. Buch Mose, Levitikus. Auch die Parasche aus der Tora Lev 1,1–5,26 für den kommenden Schabat trägt diesen Namen. Der Tora-Abschnitt soll uns beim nächsten Lehrhaus am Mittwoch, den 18. März 2026 beschäftigen. 

Das dritte Buch Mose mit seinen vielen Vorschriften zur Darbringung von Opfern (1,1–5,26), zur Priesterschaft (6,1–10,20), zur rituellen Reinheit (11,1–15,33) und zur Heiligkeit des Einzelnen wie der Gemeinde (17,1–26,46) macht es den Leserinnen und Lesern nicht immer leicht, den Sinn und die Bedeutung der einzelnen Textabschnitte für uns heute zu verstehen. Umso wichtiger ist es, zu diesen Grundelementen der biblischen Religion einen Zugang zu finden. Die Gedanken von Rabbiner Dr. Henry Brandt sind hierfür eine wertvolle Hilfe.

In der Tora steht das Buch Levitikus in der Mitte der fünf Bücher Mose. Und in der Mitte des Buches Levitikus findet sich die ausführliche Beschreibung des großen Versöhnungstages, des Jom Kippur (Lev 16). Damit wird bereits ein zentrales theologisches Grundanliegen dieses Buches deutlich: Israel, das noch am Gottesberg in der Wüste weilt, soll aus der Versöhnung leben. Die Vorschriften für die Opfer und für die Priesterschaft sind auf diese Mitte hingeordnet. Versöhnt mit dem Ewigen und in der Bereitschaft, sich miteinander zu versöhnen, können die Kinder Israels die Heiligkeit des Ewigen im Alltag bezeugen.