Mit dem Rabbi die Tora lesen
Mit Dr. Tanya Smolianitski,
Vorsitzende des Rabbiner-Brandt-Vereins
18. Februar 2026
Lehrhaus im Annahof - 18.00 bis 19.30 Uhr
Augsburg
TERUMA „Hebe“ heißt der Tora-Abschnitt Ex 25,1–27,19, der uns heute im Lehrhaus beschäftigen wird.
Die Kinder Israels, aus Ägypten befreit und durch die Wüste geleitet, sind am Gottesberg Sinai (Horeb) angekommen. Der Ewige, der sie geführt und behütet hat, ruft sie in ein besonderes Verhältnis: sein "besonderes Eigentum" zu sein, ihm zu gehören als "ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk" (Ex 19,3–4; vgl. 1 Petr 2,9). Er übergibt seinem Volk durch Mose die Weisung, das "Zehnwort" (Ex 20), die durch die Satzungen des Bundesbuches (Ex 21,1–23,33) entfaltet und konkretisiert werden. Er schließt mit den Kindern Israels einen feierlichen Bund (Ex 24,1–11) und zeigt Mose seine Herrlichkeit (24,12–18) - vierzig Tage und vierzig Nächte.
In diesem Zusammenhang erhält Mose Anweisungen für den Bau des Heiligtums. Die vielen detaillierten Angaben zu den kostbaren Materialien mögen beim Lesen ermüdend erscheinen. Doch die kostbaren Materialien verweisen auf den Ewigen, den großen Schatz der Kinder Israels. Weil der Ewige auch der Transzendente ist, kann er allzu schnell in Vergessenheit geraten. Die kostbaren Materialen, an denen sich das Auge erfreut, verweisen auf IHN, von dem der Psalmist sagt: "Mein ganzes Glück bist du allein" (Ps 16,2).
